Nach der WM hinein in die Herbstsaison

Ein Bericht über die WM in Schweden und wie es sich als Betreuerin an der Duathlon Langdistanz WM (Powerman Zofingen) anfühlte, sowie von einem frustrierenden Meisterschaftswochenende in der Ostschweiz.

Kaum hat sie angefangen war sie auch schon vorbei! Die WM-Vorbereitung dauerte mehr als zwei Jahre und nach 5 Tagen war bereits alles vorbei. Ich war so erfolgreich wie noch nie, durfte in drei Disziplinen (Mittel, Lang und Staffel) an den Start und lief in jedem Wettkampf unter die Top 10. Doch so richtig zufrieden bin ich damit nicht, denn das angestrebte Einzeldiplom habe ich 2x knapp verpasst und dann verpassten wir auch noch die Staffel-Medaille...

Nach dem knapp verpassten Diplom über die Mitteldistanz wollte ich in der Langdistanz nochmals alles daran setzen es diesmal zu schaffen, doch bereits auf der langen Teilstrecke zu Posten zwei verlor ich durch eine schlechte Routenumsetzung viel Zeit und somit auch das Diplom...

Karte und Route meiner Langdistanz. Karte und Route meiner Langdistanz.

Es folgte zum Abschluss noch die Staffel und obwohl ich eine solide Leistung zeigte verlor ich deutlich Zeit. Dies auch weil ich fast das ganze Rennen alleine unterwegs war und zum ersten Posten die längste Gabelung hatte, bei welcher ich den Anschluss zur Gruppe bereits verlor. Während Russland und Finnland aufgrund gleicher Gabelungsposten zusammenspannen konnten kämpfte ich mich alleine durch und war im Ziel auch entsprechend enttäuscht über den Rückstand den ich mir eingehandelt hatte. Leider erwischte auch Schlussläuferin Judith Wyder nicht den besten Tag und somit resultierte der undankbare 4. Rang.
Die WM war wieder einmal voll gespickt von Emotionen und ich möchte mich bei meinen Teamkolleginnen, bei den TrainerInnen und bei allen die mitgefiebert und mich unterstützt haben herzlich bedanken!!!

Ein grosses DANKESCHÖN an Alle die mich Unterstützt haben!!! Ein grosses DANKESCHÖN an Alle die mich Unterstützt haben!!!


Duathlon Langdistanz WM als Betreuerin
Anfangs September war ich für einmal nicht als Athletin, sondern als Betreuerin an einem Wettkampf. Ich begleitete Rolf am Powerman Zofingen, der diesjährigen Duathlon Langdistanz WM und war für die Verpflegung und Unterstützung vor und während dem Rennen zuständig. Für mich war das eine neue Erfahrung, am Streckenrand zu stehen mit einem Bidon in der Hand und wartend bis Rolf vorbeikam. Ich war nervös, sogar mehr als bei einem eigenen Wettkampf, denn ich konnte nicht kontrollieren was passiert und war irgendwie etwas hilflos am Strassenrand. Dann kam auch noch die Meldung, dass Rolf auf dem Velo gestürzt sei aber weiterfahre. Ich machte vorsichtshalber die Ersatzräder bereit und überlegte mir wo ich eine Taschenapotheke hätte... Glücklicherweise war der Sturz nicht zu schlimm und das Velo ganz geblieben, so dass er den Wettkampf fortsetzen konnte. Ich machte mich auf den Weg zur Verpflegungsstation auf der 30 km Laufstrecke, welche nach 10 km Laufen und 150 km auf dem Velo eine harte Nuss war. Auch wenn Rolf nicht mehr ganz so schnell vorwärtskam wie er sich das wünschte, kämpfte er sich Meter für Meter Richtung Ziel und als er dort, nach 6:51.32 auf dem hervorragenden 8. Platz einlief war ich erleichtert und ziemlich geschafft;-)...

Rolf auf dem Velo, noch vor dem Sturz. Rolf auf dem Velo, noch vor dem Sturz.

Was unsere Coaches jeweils leisten und durchmachen konnte ich an diesem Tag selbst miterleben und ziehe meinen Hut! Für mich zumindest ist es viel einfacher selbst den Wettkampf zu absolvieren und somit die volle Kontrolle zu haben;-)...

Nun ist die Herbstsaison bereits voll im Gang und wird Mitte Oktober mit dem Weltcupfinal in Aarau abgeschlossen. Ein etwas weniger grosses Highlight war das vergangene Meisterschaftswochenende. Dass schweizer Mittellandwälder nicht mit den skandinavischen Traumwäldern mithalten können war von Anfang an klar, dass es aber ein 530 m langer Zieleinlauf, Downhill auf Asphalt geben würde, hätte ich eher von einem Strassenlauf als von einem OL erwartet... Mir gelang zudem nicht gerade eine Topleistung, v.a. im Anfangsteil des Laufes, wo es um's Orientieren ging, beging ich zwei grobe Fehler und verlor über 3’, welche ich trotz physisch guter Form auf der zweiten Hälfte der Bahn nicht mehr wett machen konnte. Es resultierte der undankbare 4. Platz.

Kartenausschnitt der Mitteldistanz vom 10.9.2016 Kartenausschnitt der Mitteldistanz vom 10.9.2016

An der Lang-SM vom Sonntag hatte ich meine Orientierungstechnik für das schweizer Mittelland wieder besser im Griff, doch wiederum reichte es nur für den 4. Platz. Diesmal wurde mir der Posten 13, welcher auf der Karte ein Fels und im Gelände der Posten mit der Nummer 39 war, zum Verhängnis! Auf der Postenbeschreibung stand nämlich, dass es sich um einen Wurzelstock mit der Postennummer 37 handle und weil ich gewissenhaft die Postennummern kontrolliert hatte bemerkte ich sofort, dass hier etwas nicht stimmen konnte. Weil ich nicht wusste wie reagieren und mich nicht durch einen falsch quittierten Posten disqualifizieren wollte, machte ich mich auf die Suche nach dem Posten mit der Nummer 37, den ich aber auch nicht finden konnte. So blieb mir am Ende nichts anderes übrig als weiter zu rennen. Die verlorene Zeit betrug 2:20 und kostete mich den 2. Schlussrang, sehr ärgerlich so etwas!!! Trotzdem einen Dank an die Organisatoren, es ist bestimmt nicht einfach solch einen Anlass auf die Beine zu stellen und es braucht viel Zusatzengagement und Freiwilligenarbeit, die ich als Athletin sehr zu schätzen weiss.

Nun schaue ich aber nach vorne und freue mich auf das Trainingslager in Estland Ende September.

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