Nachtrag zur EM mit Langdistanz Diplom

Kaum war die EM vorbei stand bereits das nächste Trainingslager in Schweden an und lenkte den Fokus auf die WM 2016 in Strömstad (SWE). Anschliessend folgte die Reise Finnland an die im nächsten Bericht beschriebene Jukola/Venla... Nun aber nochmals einen Blick zurück auf die EM-Woche in Tschechien...

Die Ankunft in Tschechien brachte eine angenehme Überraschung, das neu renovierte Hotel «Villa Regenhart», war ein Traum. Die Zimmer varierten zwischen der Grösse einer Wohnung und normalen Hotelzimmern.

Die Villa Regenhart, unsere EM-Unterkunft Die Villa Regenhart, unsere EM-Unterkunft

Punkto Essen brauchten wir hingegen Nerven, wobei es an dessen Qualität nichts auszusetzen gab. Mit der Menge jedoch brachten wir das Küchenpersonal an den Rand der Verzweiflung. Dass wir mit unseren schlanken Sportlerfiguren, einen solchen Apetitt an den Tag legen würden, damit hatten sie wohl nicht gerechnet. Es dauerte fast eine halbe Woche bis es für alle genügend Kohlenhydrate gab;-)...

Mit der Sprintstaffel fiel der Startschuss zur EM. Live vor Ort war es «hölllisch» spannend und nervenkitzelnd aber am Ende holten unsere 4 SchweizerInnen die Bronzemedaille und sorgten für den perfekten EM Auftakt.

Sprintstaffel Bronze Team (vl. Marin Hubmann, Judith Wyder, Rahel Friederich und Andreas Kyburz) Sprintstaffel Bronze Team (vl. Marin Hubmann, Judith Wyder, Rahel Friederich und Andreas Kyburz)

Mit dem Sprint Tags darauf begann auch mein Wettkampfprogramm. Eine solider Qualilauf brachte mich ohne Problem in den Final, welcher rund um das Spa Hotel Pressniz in Lanze Jesenik asgetragen wurde. «Knifflige» Routenwahlen und viel Steigungsmeter boten uns ein Abwechslungsreiches Rennen. Wobei ich dabei nicht das glückliche Händchen hatte mehrmals die fasche Entscheidung traf und wertvolle Sekunden verlor. Zudem unterlief mir auf einer kurzen Postenverschiebung ein 15 Sekunden Fehler und somit blieb mein Ziel, ein Diplom, auf der Strecke liegen. Ich musste mich mit einem 12. Rang begnügen.

Nein ich will nicht die Sportart wechseln, aber ein wenig Hürdentraining würde wohl doch nicht schaden;-)... Nein ich will nicht die Sportart wechseln, aber ein wenig Hürdentraining würde wohl doch nicht schaden;-)...

Resultate Sprint Final
Sprint Final GPS

Viel Zeit zum nachdenken hatte ich nicht, denn am fogenden Tag stand bereits die Qualifikation für die Langsistanz an. Die angesagten Sigerzeiten von 45’ wurden um bis zu 10 Minuten überschritten, dennoch erreichte ich den Final locker.
Nach drei Stunden Warterei in der Quarantäne endlich der Start zum Langdistanzfinal. In 78 Minuten und ein paar Sekunden absolviert ich die 10.3 km und 410 m Steigung und erreichte mit mit dem 5. Platz meine beste Einzelrangierung an einer Internationalen Meisterschaft. Mein Lauf war nicht gerade ein sechser im Lotto, doch die Leistung war solide. Die Lange Routenwahl zu Posten 4 wählte ich gut, doch bei einer Wegkreuzung unterlief mir ein «Anfängerfehler», ich erwischte die falsche Abzweigung aber zum Glück bemerkte ich den Fehler rasch.
Bei der Letzten längeren Routenwahl zu Posten 11 wählte ich nicht die beste Route und liess eine Minute auf der Stecke liegen. Dennoch freute ich mich sehr über den Diplomrang und bin zuversichtlich, dass es nach vorne noch etwas Luft gibt.

Impressione Langdistanz Final Impressione Langdistanz Final

Resultate Langdistanz Final
Langdistanz Final GPS

Nach diesem ersten Wettkampfblock war ich um die drei wettkampffreien Tage bis zur Staffel dankbar. Und dann war er da der Tag der Staffel an dem wir unseren Staffeltitel der letzten EM verteidigen wollten oder zumindest um die Medallien mitreden. Startläuferin Julia Gross zeigte ein absolut geniales Rennen und kam zusammen mit Russland als erste ins Ziel. Ich startete souverän und fand einen guten Rythmus, doch dann wählte ich zum 4. Posten die Route über den Hüge, weil ich zu viel Respekt vor dem steinigen Hang, links um den Hügel, hatte.

Zeitverlust bei Route zum 4. Posten Zeitverlust bei Route zum 4. Posten

Link zum GPS

Meine Route stellte sich als deutlich langsamer heraus und zudem verlor ich viel Energie (über 75 Höhenmeter am Stück) und auch viel Zeit. Anschliessend hatte ich gleich zweimal die längere Gabelungsvariante und so konnten mich einige Gegnerinnen aufholen und überholen. Mit einem Rückstand von 2’15 übergab ich an Schlussläuferin Judith Wyder. Das Rennen war noch nicht entschieden, der Krimi begann erst auf der letzten Strecke. Die Schlussläuferinnen lieferten sich einen harten Kampf, zeitraubende Fehler führten dazu das die Leaderposition mehrmahls wechselte und plötzlich tauchte Judith als führende beim 2. TV Posten auf, nachdem sie einen Traumstart hingelegt hatte. Doch auch sie bleieb nicht Fehlerfrei und trotz erneuter Aufholjagd und fast doppelt so schnellem Speed wie die Gegnerinnen reichte es nicht mehr an die Spitze. Natürlich waren wir mit dem 4. Schlussrang nicht zufrieden, dennoch haben wir um die Medallien «mitgefightet» und hielten uns bis zum Schluss im Gespräch darum und wir werden es bestimmt wieder tun.

Staffel Diplom Staffel Diplom


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